Warum

Ein Kunst- und Forschungsprojekt
zur naturgeschichte der Schule

Können wir von Elefanten, Fliegen, Strahlentierchen oder Schildkröten etwas lernen? Wie handeln Gruppentiere wie Wölfe, Katzen oder Wellensittiche, wenn es darum geht Wissen zu erwerben oder weiterzugeben? Eine „Naturgeschichte der Schule“ kann nicht aus menschlicher Perspektive allein erzählt werden. Wissen, als gespeicherte Erfahrung, und Wissensweitergabe gibt es seit Anbeginn des Lebens. Was passiert, wenn der Schulalltag von Menschen performativ und forschend durch die Brille, die Nase oder die Fühler anderer Lebewesen betrachtet wird.
Unser Titel „Bakterien, Sex, Demokratie“ ist die Kurzfassung einer Erzählung: Alles Leben stammt von Bakterien ab, die sich als Gleiche fortpflanzen. Sexualität beschleunigt die Ungleichheit und die Entstehung neuer Arten in der Evolution. Die Demokratie ist eine Erfindung um die entstandene Ungleichheit gemeinsam immer wieder auszugleichen.

Die kulturell festgeschriebene Praxis Schule und die damit verknüpften sozialen Konflikte werden im Rahmen des Projekts hinterfragt, historisiert, kontextualisiert und weitergedacht: Als Verwandeln, Fragenstellen, Neues- und Anders-Sehen, Kartieren, Entwickeln, Bauen, Basteln, Spielen,Erzählen, Diskutieren und Filmen.

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